1. Mail an die Stadt Leverkusen

Als Antwort auf den Flyer der Stadt schreiben wir eine Email an die dort aufgeführte Adresse. Darin wollen wir wissen, ob sich die im Flyer erwähnte Studie mit dem Kreativquartier befasst, oder ob es noch alternative Pläne dazu gibt. Wir fragen, wann die Bürger*innen sich beteiligen können und wie. Denn uns ist noch nicht klar, was dort entschieden werden soll und wir bitten um weitere Details zur Bürgergeteiligung.

Am 8. September erreicht uns eine Mail der Stadt Leverkusen. Darin heißt es:

„[…] die beauftragte Studie dient der Konzeptentwicklung des KreativQuartiers. Damit ist jedoch kein „inhaltliches“ Konzept für ein solches Kreativquartier gemeint, sondern die städtebauliche Entwicklung der Flächen für ein solches Quartier.“

Im weiteren verweist die Mail darauf, dass die Bebauung der Flächen bereits beschlossene Sache ist. Und wie es scheint, auch die Art der Bebauung. Wohnungen und „publikumsintensive Nutzung“ aufgrund der Nähe zum Bayerwerk sind nicht möglich. Stattdessen soll dort Gewerbe hin. Es wird auch erwähnt, dass es sich dabei nicht um ein „in sich abgeschlossenes, sondern ein integriertes, offenes Quartier“ handeln wird. Mit „Freizeitqualitäten“.

Was bedeutet „Freizeitqualitäten“?

Es ist unklar, weshalb eine Nutzung mit „Gewerbeflächen und Freiraumqualitäten“ weniger „publikumsintensiv“ sein wird als eine verbesserte Nutzung der vorhandenen Grünflächen, zum Beispiel durch verbesserte Aufenthaltsmöglichkeiten. Zumal ein „Trittstein“ zwischen City und Rhein doch eher mehr Publikum bedeuten würde. Oder?

Worum es sich bei den erwähnten Freizeitqualitäten handelt, ist uns weiterhin unklar.

Ein Blick auf die Projektseite der Stadt zeigt:

„Der gesamte Bereich soll für eine attraktive Entwicklung vorbereitet werden. Darüber hinaus besteht das Ziel, die Anbindung an die Hauptstraße und zum Rhein zu verbessern, damit das neue Quartier zukünftig die Rolle eines wichtigen Trittsteins im Stadtgefüge einnehmen kann. Zukünftig könnten sich hier z.B. junge, innovative Unternehmen der Kreativwirtschaft in kleineren Gewerbeeinheiten ganz bewusst an der Stadtkante zwischen Kulturlandschaft und urbanen Raum ansiedeln. Die Stadt Leverkusen wird die bislang unbebauten Grundstücke für einen hochwertigen Gewerbestandort voraussichtlich 2021 vermarkten.“

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